Erholsamer Schlaf im Sommer – sind Fliegengitter die Rettung?

Es gibt immer geteilte Meinungen darüber ob nun der Sommer oder der Winter die beste Jahreszeit sind. Im Sommer kann man baden gehen und in der Sonne brutzeln, Fahrradtouren machen und picknicken. Im Winter dagegen Schlitten fahren (obwohl der Schnee auch immer weniger wird), Schneemänner bauen, einfach zu Hause sitzen und gemütliche Stunden verbringen und auf den Weihnachtsmann warten.

Ein Nachteil im Sommer sind jedoch Fliegen und Mücken, welche im Winter eher selten vorkommen. Dieser Beitrag soll darüber informieren was Schlafentzug mit dem Körper macht und warum es sinnvoll ist sich ein Fliegengitter gegen nächtliche Quälgeister wie Mücken oder Fliegen zuzulegen.

Was macht erholsamen Schlaf aus?

Während der Schlafperiode durchläuft der Mensch unterschiedliche Phasen. Grob kann man diese in REM (rapid eye movement) und non-REM Phase einteilen. Auf die einzelnen Unterphasen will ich nicht eingehen, da dies zu weit führen würde. Aber man kann sagen, dass die REM Phase, die Phase ist, in der man am tiefsten schläft und die Skelettmuskulatur am entspanntesten ist. Was genau mit dem Körper in der REM Phase passiert ist noch nicht ausreichend erforscht, es wird aber davon ausgegangen, dass der REM-Schlaf eine Rolle bei Lernprozessen und der Stressbewältigung spielt. Umso länger man in der Tiefschlafphase ist desto besser ist am nächsten Morgen ausgeschlafen (von Känel 2011) .

Insgesamt kann man sagen, dass jeder Mensch unterschiedlich lange braucht um ausgeschlafen zu sein. Manch einer ist bereits nach 6 Stunden ausgeschlafen, andere, besonders junge Menschen benötigen mehr schlaf um vollkommen erholt und leistungsfähig zu sein (von Känel 2011) .

Was passiert, wenn man durch Fliegen und Mücken schlechter schläft?

In dem Beitrag von (von Känel 2011) werden die Folgen von allgemeinem Schlafentzug untersucht. Wenn man den Extremfall des totalen Schlafentzugs außen vor lässt kann man einige Auswirkungen auch auf das Problem mit den Mücken übertragen, welche einem den Schlaf rauben.

Wenn nun guter Schlaf bei der Stressbewältigung hilft, was passiert bei unruhigem, schlechtem Schlaf? Grundsätzlich werden dabei die Stresshormone im Körper nicht weiter abgebaut und können sogar höher liegen als am Tage. Wenn man nun eine Nacht lang schlecht schläft ist dies kein Beinbruch, in der Regel gleicht sich das mit dem nächsten Schlaf wieder aus. Dabei wird die nächste Nacht einfach ein wenig länger und der Schlaf tiefer. Schläft man nun wegen Mücken und anderen Insekten mehrere Tage oder sogar Wochen schlecht, reicht es nicht mehr sich eine Nacht lang etwas mehr Ruhe zu gönnen. Das Schlafdefizit wird somit nicht mehr richtig abgebaut (Kim et al. 2007) . Dies kann zu einer allostatischen Belastung für den Körper führen, was im schlimmsten Fall zu Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen und anderen Krankheiten führen kann (Meerlo et al. 2008) .

Was haben Fliegengitter mit erholsamem Schlaf zu tun?

Wie im vorhergehenden Abschnitt dargelegt kann Schlafentzug im schlimmsten Fall körperliche Schäden hervorrufen. Nun kommen die Fliegengitter ins Spiel. Diese sind natürlich nur bei Schlafentzug durch nervende Mücken und Fliegen eine Lösung. Bei anderen Faktoren sollten Sie sich am besten an einen Arzt wenden.

Die Fliegengitter halten alles an Insekten fern was Ihnen den Schlaf raubt. Keine Mücke die Ihnen kurz bevor Sie einschlafen am Ohr vorbeifliegt, keine Fliege die irgendwo am Fenster hängt und versucht durch das geschlossene Fenster hinauszufliegen und auch keine nächtlichen Mückenstiche die so sehr jucken, dass Sie davon aufwachen.

Literatur

Meerlo P, Sgoifo A, Suchecki D. (2008) Restricted and disrupt-ed sleep: eff ects on autonomic function, neuroendo-crine stress systems and stress responsivity. Sleep Med Rev 12: S. 197–210 .

Kim Y, Laposky AD, Bergmann BM, Turek FW (2007) Repeated sleep restriction in rats leads to homeostatic and allo-static responses during recovery sleep. Proc Natl Acad USA 104, S. 10 97–10702.

VON KÄNEL, Roland. Normaler und gestörter Schlaf. In: Psychoendokrinologie und Psychoimmunologie. Springer, Berlin, Heidelberg, 2011. S. 248-265.